Debian: SATA Raid Controller

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Ich habe leider festellen müssen, dass Linux in gewissen Dingen Microsoft Systemen dann doch etwas hinterher hänkt bzw. die Hersteller nur beschränkt Linux Systeme unterstützen.

Sollte für einen Kunden einen Linux Server (Debian 4.0) mit einem Hardware basierten RAID 1 auf der Basis von SATA HD’s konfigurieren das am Ende noch bezahlbar ist. Hatte eigentlich nicht mit großartigen Problemen gerechnet. Als Prozessor einen Intel Core 2 Duo genommen, 4 GB DDR II RAM, 2x 250 GB SATA HD und … tja, welchen Controller nimmt man? Das erste was mir in die Finger kam war ein Dawicontrol 154.

Dawicontrol 154

Der Besuch der Herstellersteite brachte schon die erste Ernüchterung. Treiber stehen zur verfügung, aber nur für Microsoft Systeme (inkl. Vista). Haben den Controller dann trotzdem einmal eingebaut, Raid im Controllor eingerichtet und die Linux Installation angeschmissen… die Anzahl der erkannte Festplatten war dann auch gleichzeit schon das aus für den Controller. 2 x 250 GB HD’s. Also auch nur ein „Software“ Raid. Bevor ich den Controller abgehakt haben noch schnell der Griff zum Telefon und bei Dawicontrol angerufen (hatte ansonsten in der Preisklasse immer gute Erfahrungen mi dem DC-154 unter Windows).

Ergebniss, für die 154/300/300e/4300 benötigen wir einen Treiber den es so nicht gibt. Die einzige Lösung wäre ein DC-7210 der Preislich mit dem DC-154 identisch ist. Als Chipsatz wird hier der Sil4723 (Support Site) verwendet. Debian unterstützt diesen Chipsatz nativ, was von Vorteil ist.

Nachtrag 02.09.2007: haben den DC-7210 jetzt in einem Linux System im Einsatz. Der Controller ist unter Linux nicht per Software managebar (unter Windows schon) was aber kein Problem darstellt da die Einstellungen per Jumperung vorgenommen werden. Der Controller setzt aber einen SATA Controller vorraus da er die zwei Channels für den Raid-Verbund gegündelt auf den vorhandenen SATA Anschluss leitet.

Adaptec

Dann schauen wir halt mal was Adpatec so anzubieten hat. Controller… Unterstützte Betiebssysteme… SuSE, RedHat… kein Debian. Hm… aber den Source Code bieten die an. Immerhin schon etwas. Aber auch nicht das gelbe vom Ei. Im Problemfall erstmal einen Kernel bzw. den entsprechenden Treiber bauen ist nicht so angenehem.

3Ware

Als nächstes direkt bei 3Ware angerufen …. bevor ich mir jetzt alle Controller Beschreibungen anschaue und sich hinterher rausstellt das die auch nicht gehen…

Die ersten Worte des Vertrieblers waren… „gehen Sie mal auf 3ware.com. Die deutsche Seite ist nicht aktuell. Dann auf Service & Support – Knowledgebase. Nun auf search. Geben im ersten Feld einmal bitte 14546 ein und wählen unten Artivel ID aus. Nun finden Sie einen Artikel in dem es um die Unterstützten Betriebssysteme geht.“… und siehe da. Da tauch ja wirklich Debian 3.1 Sarge, Debian 4.0 Etch auf… mit source code (*grmpf*) Anleitung für die Kompilierung (*schon besser*) und ein fertiges Netinstall Imag evon Debian 4.0 (x32/x64)…?!?!? Moment,… was stand da?

Ich habe erst gedacht ich sehe nicht richtig. Aber der Hersteller ist mal wirklich auf zack… Okay, aber was sagt der Preis? So um die 160.- €. Das geht dann auch noch.

Bis jetzt ist das letzte Wort noch nicht gefallen. Aber die Controller suche zeigt mal wieder, dass die Hersteller Linux nicht so ernst nehmen wie man es gerne hätte.

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Über den Autor

Seit der Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration (2002-2005) bei der DaimlerChrysler AG, beruflich im Bereich der E-Mail Kommunikation (Exchange, Linux) sowie des ActiveDirectory, mit entsprechenden Zertifizierungen (MCSE 2003, MCITP Ent.-Admin 2008, MCSE 2012, LPIC 1-3) tätig. Abgeschlossenes Studium zum Master of Science der IT-Management an der FOM sowie zertifizierter Datenschutzbeauftragter. Aktuell im Projektmanagement tätig.

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