Wenn im Netzwerk Probleme auftreten, ist die meißte Fehlerquelle die Namensauflösung. Hierzu einige Informationen die das Verständniss von DNS Abfragen erleichtern dürften:

    Ein Windows 2000, XP oder Windows Vista Client hängt in folgender Reihenfolge das DNS-Suffix an

    1. Zuerst wird das primäre DNS-Suffix angehängt, außer wenn (z.B. per GPO für XP/Vista-Clients) eine Suffixsuchliste konfiguriert wurde. Das primäre DNS-Suffix ist standardmäßig der Domänenname, in welcher der Client Mitglied der Domäne ist. Das primäre DNS-Suffix findet man unter: Systemsteuerung – System – Reiter Computername – Ändern – Weitere…
    2. Falls keine Suffixsuchliste an den Clients konfiguriert wurde, wird anschließend das Verbindungsspezifische DNS-Suffix der entsprechenden Netzwerkkarte verwendet.
    3. Ist eine Suffixsuchliste bei den Clients konfiguriert, so werden einzig und alleine diese anstatt des primären und verbindungsspezifischen DNS-Suffix angewendet. An Windows XP und Windows Vista Clients können per GPO eine Suffixsuchliste verteilt werden (Computerkonfiguration-Administrative Vorlagen-Netzwerk-DNS-Client-„Suchliste für DNS-Suffix“).

    (Quelle: http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc772774%28WS.10%29.aspx#w2k3tr_dns_how_gaxc)

    Linux

    Für die Namensauflösung unter Linux gibt es die Blibliothek glibc bzw. die ältere Version libc. Je nach Bibliothek werden unterschiedliche Konfigurationsdateien verwendet. Entsprechend den Konfigurationsdateien wird dann die DNS Abfrage bearbeitet.

    /etc/nsswitch.conf (glibc)
    hosts:          dns files

     

    /etc/host.conf (libc)
    order           bind,hosts
    networks:       files
    

    dns/bind: Es wird der DNS Server befragt, der in der /etc/resolv.conf bzw. /etc/rc.config angegeben ist.
    files/hosts: Durchsucht eine lokale Datei nach den Host- oder Netznamen und ihren zugehörigen IP-Adressen. Diese Option verwendet die traditionellen Dateien /etc/hosts und /etc/network.

     

    /etc/hosts
    127.0.0.1      localhost localhost.localdomain
    192.168.1.2    server1.domnain.tld

     

    /etc/resolv.conf (Debian)
    search domain.tld
    nameserver 192.168.1.1

     

    /etc/rc.config (bei SuSE unter Umständen)
    SEARCHLIST="domain.tld"
    NAMESERVER="192.168.1.1"

    Quelle: http://www.oreilly.de/german/freebooks/linag2/netz0601.htm

    1 Kommentar

    1. Pingback: DNS und BIND. Für Systemadministratoren : Team Sport Guide

    Leave A Reply